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14.07.2011
Im Vorbeigehen in einer Buchhandlung ist mir das Buch "Meine Würm: Eine erwanderte Flusslandschaft" der Autorin Marianne Heilmannseder aufgefallen und ich habe es mir gekauft. Erst lag dieses Buch einige Zeitlang so herum.
In dem Buch werden in ca. 8 Spaziergängen unterteilt, Wanderwege entlang der Würm und den Würmkanälen beschrieben. Damit hat man ein Buch an der Hand, um von dem Ursprung der Würm in Starnberg diese bis zur Mündung nord-östlich von Dachau in Hebertshausen in die Amper entlang zu wandern. Ebenso sind die Abstecher entlang der Würmkanäle von Karlsfeld nach Oberschleißheim und von Pasing zum Nymphenburger-Schloss genau beschrieben.
Vorweg möchte ich festhalten, dass fast alle in diesem Buch beschriebenen Wanderwege, genauso gut zu Laufen oder Radzufahren sind, die Strecken sind gut mit dem Kinderwagen oder mit dem Rollstuhl absolvierbar. Aber bitte - ich meine fast alle Wegstrecken und ich möchte nicht verklagt werden, wenn einer Probleme hat! und ebenfalls - bitte - alles auf eigene Gefahr! - und natürlich bei gutem Wetter. Auf die ganz große Ausnahme im Bereich Mündung der Amper gehe ich noch genau später ein.
Ich wohne nun seit 2002 in Gräfelfing und meine damit den Bereich der Würm vom Mühltal bis zum Schloss Blutenburg, inklusive dem Bereich Schloss Nymphenburg, schon ziemlich genau zu kennen. Das hat zwei Konsequenzen.
Generell gilt, dass die Wege meistens ziemlich klar erkenntlich waren, die Wanderwege sind fast immer gleichzeitig gut beschilderte Radwege, eine Ausnahme war in diesem Bereich u.a. die Strecke Karlsfeld zum S-Bf Dachau, sowie ein Bereich ganz in der Nähe der Ampermündung.
Auch sind mein Mann und ich alle Strecken zu Fuß gegangen, mit Ausnahme des Bereichs Karlsfeld nach Oberschleißheim, den wir mit dem Rad abgefahren sind. Das war wohl sinnvoll, da einige Teilbereiche in dieser Strecke relativ eintönig sind und mit dem Fahrrad schneller zurück gelegt werden können.
Tatsache ist, nur in dem Teilbereich von Karlsfeld bis S-Bf Dachau haben mein Mann und ich uns verlaufen. Dies trotz der Versuche auf dem Handy mit Google Maps noch ein paar zusätzliche Ratschläge zum Buch einzuholen. Aber schlimm war das auch nicht. Deswegen kann ich aber auch in diesem Bereich nicht für die Qualität des Wanderweges garantieren, ich bin ihn eben nur teilweise abgegangen.
Dachau fanden ich und mein Mann dann so interessant, dass wir noch ein Mal extra nach Dachau fuhren und uns genauesten die Innenstadt und den Schlossbereich angeschaut haben.
Nach dem Abstecher haben wir erst den Abschlussspaziergang Dachau S-Bf bis Mündung durchgeführt. Bei dem Bereich ist die sowieso kleine Karte falsch gezeichnet, aber mit Hilfe des Textes kommt man klar. Besonders auffallend ist, dass man die KZ Gedenkstätte Dachau quert, da die Würm die Westgrenze dieser Gedenkstätte bildet. Dann weiter entlang zum Teil parallel zur Römerstraße, bis zur Amper. Dort rechts entlang der Amper. Hier empfehle ich jedem nicht nochmals, wie auf der Karte empfohlen rechts abzuzweigen um die letzten Meter noch an der Würm entlang zu gehen. Bei dieser Querung sind mein Mann und ich an einem regnerischen Tag durch das Über-Knie-hohe Gras ziemlich patsch-nass geworden. Der Teil ist auch kaum für Radfahrer geeignet und schon gar nicht mit Kinderwagen oder Rollstuhl befahrbar. Es ist wohl besser man nimmt den breiteren, bequemeren Weg entlang der Amper bis zur Mündung der Würm in die Amper.
Nach all diesen Ausflügen hatten wir etwas "Blut geleckt". Die oben beschriebenen Ausflüge haben uns nämlich sehr gefallen, wir empfanden vieles als hoch interessant.
Nun haben wir aufgrund eigener Ermächtigung einen eigenen Rundgang "Leutstetten- S-Bf Mühltal - Golfclub Gut Rieden - Petersbrunn - Leutstetten" kreiiert und abgegangen und als wir als letztes noch Starnberg nach Gauting komplett abgehen wollten, haben wir uns ablenken lassen und den ausgeschilderten Rundgang "Leutstettener Moos", der ebenfalls am Ursprung der Würm anfängt, abgegangen.
Fazit: Ich empfehle jedem das Buch zu kaufen, mir und meinem Mann hat es tolle Impulse gegeben unsere nächste Umgebung besser kennenzulernen und mit Freude entlang zu wandern.
Gabi